Die Warteschlange ist lang
Lange bevor morgens die Sonne aufgeht sind Frauen und Mädchen schon unterwegs zu Fuss, um nach einigen langen Kilometern ihr kostbares Wasser zu finden. Oftmals ist die Warteschlange lang und bis der Krug gefüllt ist können Stunden vergehen. Die Erwachsenen tragen bei glühender Hitze bis 40 kg auf dem Kopf, bei den Mädchen kann es bis zur Hälfte gehen. Ihr tänzelnder Schritt und das laute Kichern am Brunnenrand täuscht: Wasserschöpfen ist ermüdend.

Wasser ist Mangelware 
Wasser ist in der Sahelzone immer Mangelware. In der Trockenzeit wird in vielen Dörfern das Mass von 5 Litern pro Person und Tag nicht erreicht, die für Trinken, Kochen und Hygiene ein absolutes Minimum darstellen. Unter diesen Umständen begnügt sich die Bevölkerung mit abgestandenem Wasser, was wieder Krankheiten hervorruft. Dazu kommt, dass sich jedes Jahr der Grundwasserspiegel senkt - eine Folge des  Vormarschs der Wüste. Nicht selten erreichen Ziehbrunnen Tiefen von 30 Metern.

15 - 40 Brunnen pro Jahr
  Gearbeitet wird in der 8 Monate dauernden Trockenzeit. Sobald die ersten Regen fallen müssen, die Arbeiten eingestellt werden. So werden mit sieben Bauequipen jedes Jahr 15 bis 40 Ziehbrunnen gebaut, bis jetzt konnten total 400 Brunnen gegraben und weitere 90 saniert werden.
 Die Dorfgemeinschaft gräbt den Brunnen bis auf den Grundwasserspiegel, die Erde wird Eimer um Eimer über einen Flaschenzug abgetragen bis unsere Brunnenequipe mit dem Ausmauern beginnt. Neben viel Handarbeit werden auch 2 Kompressoren eingesetzt. Sie erlauben Brunnen durch den Fels zu graben. Hauptnutzniesser der neu Wasserquellen ist die Dorfbevölkerung.Seit dem Beginn dieser Aktivitäten im Jahre 1990 haben ca. 207'000 Menschen davon profitiert.

Aktivitäten im Jahr 2007
Die Basis wurde in der Provinz Yatenga im Zentrum des Landes errichtet, ca. 100 km westlich der Hauptstadt Ouagadougou. Die Zusammenarbeit mit der Dorfbevölkerung war sehr gut. Koudougou ist die drittgrösste Stadt des Landes und hat einen enormen Trinkwasserbedarf. In dieser Provinz wurden 32 neue Brunnen gebaut, obwohl der tiefe Grundwasserspiegel und zahlreiche Erdbewegungen für massive Probleme sorgten. Dazu kam,dass viele junge Arbeitskräfte die Dörfer verlassen hatten um in der Stadt Arbeit zu suchen. Auch wurden 11 alte Brunnen vertieft. Ungefähr 19'600 Personen sind Nutzniesser dieser Brunnen. .

Finanzielle Trägerschaft
Ursprünglich von der Eglise Apostolique von Burkina entwickelt, unterstützt das schweizerische Hilfswerk  MORIJA schon seit einem Jahrzehnt dieses Projekt. Die Dorfbevölkerung bezahlt einen symbolischen Beitrag an ihren Brunnen. Lohnkosten des 12-köpfigen Teams, Maschinen und Unterhalt werden durch das Hilfswerk finanziert

Video: Brunnenbau in Burkina

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Dorfbevölkerung beim Wasserschöpfen

Dorfbevölkerung beim Wasserschöpfen 

 

Brunnenarbeiter beim Ausmauern des Schachtes 

Brunnenarbeiter beim Ausmauern des Schachtes


 

Dorffrauen am Brunnen

Dorffrauen am Brunnen

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Letzte Änderung am 2. Mai 2008 * missionburkina.com