Unterernährte Kinder
In Nobéré, eine Kleinstadt rund 100 km südlich von Ouagadougou entfernt, befindet sich das Kinderernährungszentrum von Morija. Hier werden unterernährte Kinder mit ihren Müttern betreut. Rund 250 kleine Patienten kommen jedes Jahr und wohnen für einige Wochen in einem der kleinen traditionellen Rundhütten. Es stehen eine kleine Krankenstation, ausgebildetes Gesundheitspersonal und natürlich Babynahrung und Medikamente zur Verfügung.


Die Ziele des Zentrums
Das Ziel des 1987 eröffneten Zentrums ist an Unterernährung leidende Kinder im Alter von 4 Monaten bis 5 Jahren aufzunehmen. In der Hauptsache sind es 1½jährige Kinder und Säuglinge, denen die Mutter zu wenig Milch geben kann und Waisen. Die Kinder werden immer durch ihre Mutter oder eine Amme begleitet. Im Zentrum geht es nicht nur um die nötige Behandlung und die Überwachung der Gewichtszunahme, sondern auch um den Müttern Grundkenntnisse in Kinderernährung, Entwöhnung, Impfplanung, Hygiene und Kinderkrankheiten zu vermitteln.

Während ihres Aufenthalts, er dauert im besten Fall 3-4 Wochen und kann sich auf über 2 Monate verlängern, nehmen die Mütter an den Reinigungsarbeiten der Duschen teil, helfen im Gartenbau und kochen abwechslungsweise den Kinderbrei, machen Hustensirup sowie Salzwasser gegen Austrocknung. Dies erlaubt es ihnen den täglichen theoretischen Unterricht sofort in die Praxis umzusetzen.

Unterricht in Hygiene 
Die Mütter werden in die täglichen Aufgaben wie Kochen, Putzen und Waschen miteinbezogen. Ausserdem werden sie in Hygiene und Gesundheit unterrichtet. Bei den regelmässigen Sprechstunden dürfen dann auch die Väter mitkommen. Da sie in der traditionellen Familie das alleinige Sagen haben, ist der Einbezug der Väter wichtig, damit das Kind auch nach der Rückkehr in sein Dorf die notwendige Pflege erhält.

Jahresbericht 2008
In den mehr als 20 Jahren seit der Eröffnung des Zentrums wurden über 3'000 Kinder zur Pflege aufgenommen. Im Laufe des Jahres 2008 wurden 272 Kinder für eine durchschnittliche Dauer von 22 Tagen stationär aufgenommen und dies ergab eine Gesamtzahl von 6009 Uebernachtungen. Anschliessend kamen diese Kinder alle 2 Monate zur Kontrolle und zum Wiegen (1028 grosse Wiegetage). Wegen den gestiegenen Lebenskosten war die Ernährung für die Ärmsten der Armen besonders schwierig. Deshalb kamen mehr Menschen um im Zentrum Hilfe zu finden. Bei dieser Gelegenheit konnten sie sich mit einem kleinen Vorrat an Milch eindecken. Insgesamt wurden 4352 kg Milchpulver verteilt, davon waren 3'020 kg Vollmilch. Dazu kamen 3'450 kg Sorgho, 1'750 kg Maismehl, 2'200 kg Bulgar, 1'600 kg Reis, 700 kg Hirse, 600 kg Linsen, 350 kg Zucker und 203 lt Öl. Die Equipe besteht aus 1 Verwaltungsleiter, 5 medizinischen Angestellten und 4 Angestellten für den Unterhalt des Zentrums.

FinanzielleTrägerschaft
Mütter und Kinder kommen aus der allerärmsten Bevölkerungsgruppe und könnten eine Behandlung und den Aufenthalt nicht bezahlen. Das Hilfswerk MORIJA aus der Schweiz hat seit Beginn das Zentrum finanziert (Bau, Lohnkosten und Betrieb).  

Behandlungsraum

Behandlungsraum


    
  Mutter in der Küche

Mutter mit Kind


Medizinische Mitarbeiterinr etneMedizinische Mitarbeiterin

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Letzte Änderung am 27. Mai 2009 * missionburkina.com