Ein geschützter Baum
Karité ist die Frucht des wild wachsenden Karitébaumes. Bisweilen wird der Karitébaum auch „Butterbaum“ genannt, er ist einer der wenigen Ölproduzenten der Sahelzone. Die Frucht offeriert viele Möglichkeiten: das Fruchtfleisch wird gegessen, der Wurzelextrakt  getrunken oder für Heilbäder gebraucht. Die Bäume ohne Fruchtertrag werden zu Brennholz. Die Asche wird zur Stofffärbung verwendet. Die Raupen, die sich manchmal zu hunderten im Laub verstecken, dienen als Delikatesse und Nahrungsmittel.

Kein Schnellbrüter
Wenn der Baum 15 – 20 Jahre alt ist beginnt er zu blühen. Dann vergehen nochmals 3-4 Jahre bis er die ersten Früchte trägt. Mit 45 Jahren erreicht der Baum seine volle Produktionskraft. Die Früchte sind grün und haben die Grösse einer Pflaume. Das äusserliche Fruchtfleisch wird entfernt (oder gegessen), die Nuss getrocknet und die Schale zerschlagen. Der Kern enthält 46 – 60% Fett. Aus 100 kg von frischen Früchten ergibt es 20 kg getrocknete Kerne.

Einsammeln der Karité
Die meisten Karitébäume befinden sich auf ödem Land oder dann auf Ackerfeldern. Die Ernte erstreckt sich von Juni – August und während dieser Periode fallen die reifen Nüsse auf den Boden. Das ist in einer Zeit wo die Frauen auch sonst viel mit der Ackerarbeit beschäftigt sind. Die Karités werden nach dem Sammeln inKörben, Kalebassen und Becken nach Hause getragen. Wenn sie im Busch gelassen werden müssen, werden die unter einem Baum aufgehäuft.

Erste Verarbeitung der Karité
Wenn eine Frau mit ihren Karités nach Hause kommt werden sie beim Haus aufgehäuft. Später werden sie dann an die Sonne gelegt, damit die äusserste Hülle abfällt. Diese fettige Hülle ist während der Erntezeit eine Delikatesse, später wird sie auch von Tieren gefressen oder fällt ab. Jetzt werden die Karités in einen Kochtopf geschüttet und gekocht bis sich die Schicht total gelöst hat. Anschliessend werden die Karités auf dem Boden getrocknet, dies kann 3 – 7 Tage dauern. Dann werden die Früchte in Lehmtöpfen und Körben vor der weiteren Behandlung aufbewahrt. Gut getrocknet können sie während Monaten gelagert werden. Jetzt werden die Karitésin einem Mörser entridnet, anschliessend wird Nuss und Schale von Hand getrennt.

Herstellung der Sheabutter
Jetzt wird die Nuss sorgfältig geröstet, noch einmal im Mörser zerstossen und gewaschen. In einer Handmühle werden die Nüsse zu Mehl zerrieben und in ein Becken schütet. In einer weiteren Phase wird die Butter unter Beigabe von heissem Wasser gekocht, in anstrengender Arbeit wird die Masse von Hand gerührt und geklopft, bis die Sheabutter langsam an die Oberfläche kommt. Jetzt wird kaltes Wasser beigegeben und die halbfette Masse kann von der Oberfläche abgetragen werden. Anschliessend wird die ursprünglich braune Masse in einer Pfanne während 10-15 Minuten gekocht, die unreinen Partikel werden heraussortiert. Jetzt ist der Moment gekommen, die Sheabutter abzugiessen und durch die Erstarrung bekommt sie eine gelbweisse Farbe. Am Ende des Tages ist die Butter geronnen.

 

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Strassenverkauf von Karité-Nüssen

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Karitébaum

Karitébaum 

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Letzte Änderung am 26. Januar 2008 © missionburkina.com